Das Problem der Verlage: Jeder kann Verleger sein

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Das US-Nachrichtenmagazin Newsweek

Newsweek

 

 

 

 

 

 

… ist eine der ältesten und bekanntesten Zeitschriften der Welt. Ab Januar 2013 gibt es keine Print-Ausgabe mehr.

Erst werden Millionen versenkt, um die Kunden zu dressieren. Wenn es keinen Ausweg mehr gibt, passt man sich den Wünschen der Leser widerwillig an. Um aber dem Leser zu demonstrieren, dass nicht er der "Chef" ist, sondern der Verleger, verbindet man den Wechsel von Print auf Digital mit einem Namenswechsel. Gut, die Marke "Newsweek" ist nicht ganz verschwunden, aber der Leser muss jetzt "Newsweek Global" kaufen. Meine Frage ist: Muss er das wirklich?

Ein Verlag ist nicht mehr das Zünglein an der Waage, denn es gibt bessere Möglichkeiten für den Leser, sich schneller und ohne Zwang zu informieren.

Neue Geschäftsmodelle

Jeder ist jetzt ein Verlag – jeder sein eigener Chefredakteur!

Wie man mit einem kostenlosen Angebot im Internet Geld verdient

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Werbung in Zeitungen und Zeitschriften ist sinnlose Geldvernichtung

Werbeausgaben und Leserverhalten
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Die neuesten Statistiken zur Mediennutzung in den USA zeigen die Existenzbedrohung der Zeitungs- und Zeitschriftenverlage bei Print-Medien auf: "Mobile" überholt Zeitungen und Zeitschriften!

Zeitungen und Zeitschriften kassieren fast 25 Prozent aller Werbeausgaben, ihre Beachtung schrumpft jedoch bis zur Bedeutungslosigkeit! Nur noch 6,8 Prozent ihrer Zeit verwenden die umworbenen Verbraucher für Zeitungen und Zeitschriften. 

Mobile Werbung erhält nur 0,9 Prozent aller Werbeausgaben, der Verbraucher verbringt jedoch bereits 10,1 Prozent seiner Zeit mit "Mobile". 

Werbung in Print-Medien

Quelle: eMarketer Gefunden bei intern.de

Fazit:

Wenn werbende Unternehmen erkennen, dass der Aufwand nicht mehr im Verhältnis zum Ertrag steht, werden die Werbeausgaben für Print-Medien gestrichen. Ist doch logisch: Wer den Werbeetat für Social Media einsetzt, erzielt eine wesentlich höhere Response.

Wie können Verlage überleben?

Die wichtigste Frage für Verleger ist nicht, was der Leser von seinem Print-Medium hat, sondern wie der Verlag seine Inhalte monetarisieren kann. Das wiederum interessiert den Leser überhaupt nicht. 

Ein weiteres Problem ist, dass sich Verleger nicht darüber im Klaren sind, dass sie neben dem Leser- auch noch einen Werbe-Markt haben. Auch hier geht es dem Verleger nicht wirklich darum, dem Werbekunden einen Profit zu bieten, sondern um die eigene Gewinnmaximierung. 

Mit verlagseigenen Inhalten ist auf die Dauer kein Geld mehr zu verdienen. Wer seinen Verlag nicht voll und ganz aus Kundensicht betreibt, wird sterben! Ich sehe darin nur einen Vorteil für Alle. 

Heute ist jeder ein Verleger! 

Jeder kann auf Blogs, FacebookFacebook-Gruppen, Facebook-Fanseiten, Facebook-Infoseiten, Google+, Google+ Unternehmens-SeitenGoogle+ Problemlösungs-Seiten, etc. sein eigenes Know how veröffentlichen, seine eigenen Erfahrungen weitergeben, seine Ideen, Hobbys, seiner erprobten Tipps, usw. und sich damit als Experte profilieren. Und jeder kann diese bereits veröffentlichten Informationen auf einem anderen Informationsträger nochmals veröffentlichen, z.B. als Ebook oder gebundenes Buch. 

Jeder kann heute ein Buch schreiben und verlegen. Ohne Verlag. Die meisten Blogger haben schon ein oder mehrere Bücher geschrieben – und wissen es nicht! Sie könnten innerhalb von Minuten ihren Blog monetarisieren. 

Jeder ist sein eigener Chefredakteur! 

Jeder kann eine eigene Publikation im Alleingang produzieren. Wenn es sein muss, auch ein Magazin oder eine Zeitung. Sowohl Medien-Milliardär Rupert Murdoch, als auch den meisten Verlagen fehlt eine klare Web Strategie für Internet und Mobile. 

Ihre Strategie entscheidet, ob Sie morgen zu den Verlierern oder Gewinnern gehören. 

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